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Sterben einsame Menschen früher? Neue Studie untersucht den Einfluss von Einsamkeit auf die Lebenserwartung

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Einsamkeit erhöht bei Männern und Frauen mit Herzproblemen das Risiko, vorzeitig zu versterben. Dies deutet darauf hin, dass Einsamkeit nicht nur ein ernsthaftes Risiko für verschiedene gesundheitliche Ereignisse ist, sondern auch zu einem vorzeitigen Tod führen kann.

Bei einer neuen Untersuchung des Copenhagen University Hospital wurde festgestellt, dass Einsamkeit bei Menschen mit Herzerkrankungen mit dem Risiko eines vorzeitigen Todes in Verbindung steht. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in dem englischsprachigen BMJ Journal „Heart“ veröffentlicht.

Daten von über 13.000 Menschen wurden ausgewertet

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Die Forscher untersuchten die Sterblichkeitsraten von 13.446 Personen mit koronarer Herzkrankheit, abnormalem Herzrhythmus, Herzinsuffizienz oder Herzklappenerkrankungen im Laufe eines Jahres nach Entlassung aus einem spezialisierten Herzzentrum.

Welche Faktoren wurden bei der Studie berücksichtigt?

Bei ihrer Entlassung aus der Klinik wurden Patienten mit Herzproblemen befragt über ihre körperliche Gesundheit, ihr psychisches Wohlbefinden, ihre Lebensqualität, sowie das Ausmaß an Angstzuständen und Depressionen. Zusätzlich wurden auch Informationen über Lebensstil, Rauchen, Alkoholkonsum und eingenommene Medikamente ausgewertet. Die Forscher ermittelten zudem, ob die Patienten alleine lebten. Ein Jahr später verwendeten sie das nationalen Register, um herauszufinden, wie sich Herzgesundheit der Personen verändert hat und wie viele von ihnen verstarben.

Frühzeitiger Tod durch Einsamkeit

Bei der Datenauswertung wurde festgestellt, dass einsame Herzpatienten ein erhöhtes Risiko haben, frühzeitig zu versterben. Einsame Frauen versterben dreimal so häufig frühzeitig, verglichen mit nicht einsamen Frauen.

Einsame Männer verstarben mehr als doppelt so häufig innerhalb des Studienzeitraums, verglichen mit Männern, die sich nicht einsam fühlten. Man kann darum sagen, dass Einsamkeit ein sehr ernster gesundheitlicher Risikofaktor ist. Gerade für Männer ist Einsamkeit in der heutigen Gesellschaft ein besonderes Problem. SIEHE DAZU AUCH DIESEN ARTIKEL.

Einsame Menschen haben mehr körperliche und psychische Probleme

Unabhängig von der Diagnose war Einsamkeit mit einer deutlich schwächeren körperlichen Gesundheit verbunden. Wenn Patientinnen und Patienten angaben, sich einsam zu fühlen, litten sie fast dreimal so häufig unter Ängsten und depressiven Symptomen.

Betroffene Menschen hatten eine deutlich schlechtere Lebensqualität als Personen, welche nicht unter Einsamkeit litten. Dabei war das subjektive Gefühl entscheidend, nicht ob Menschen alleine lebten.

Alleine lebende Menschen hatten seltener Angstzustände und Depressionen

Das Leben alleine ist aber nicht automatisch mit dem Gefühl der Einsamkeit verbunden. Tatsächlich bestand bei alleine lebenden Personen ein geringeres Risiko für Angstzustände und Depressionen als bei Menschen, die mit anderen Personen zusammenleben.

Mögliche Gründe hierfür sind, dass in der Studie erfasste ältere Bevölkerungsgruppen eher mit einer anderen kranken Person zusammenleben und dass soziale Beziehungen sich durchaus negativ auswirken können, erläutern die Forschenden. Alleine zu leben sei jedoch mit einem höheren Risiko für eine schlechte Herzgesundheit bei Männern verbunden. Frauen sind davon deutlich weniger betroffen.

Sind einsame Menschen weniger körperlich aktiv?

Die Studie war lediglich eine Beobachtungsstudie und kann keinen Grund für den Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Gesundheit liefern. Es gibt jedoch psychologische und biologische Gründe für höhere Sterblichkeitsraten. Es könnte beispielsweise sein, dass einsame Menschen möglicherweise weniger körperlich aktiv sind und keine gesundheitlichen Grundsätze beachten. Einsame Personen fühlen sich weniger motiviert, gesunde Entscheidungen zu treffen, als wenn sie ein soziales Netzwerk um sich haben, so die Forscher.

Soziale Netzwerke sorgen für Sicherheit und Geborgenheit

Psychologisch gesehen vermittelt ein soziales Netzwerk ein allgemeines Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Menschen in seinem Umfeld zu haben, hilft dabei, potenziell gesundheitsschädliche stressige Lebensereignisse abzufangen. Mit Soziales Netzwerk ist hier NICHT „social media“ gemeint, sondern echte menschliche Kontakte.

Biologisch gesehen können Menschen, welche sich einsam fühlen, körperliche Auswirkungen ihrer Einsamkeit erfahren, wie beispielsweise ein hohes Stresslevel und niedrigere Immunfunktionen, so die Forschungsergebnisse. Dies bedeutet wiederum, dass stressbedingte Folgekrankheiten häufiger auftreten, bis hin zu Krebs.

Einsamkeit als Risikofaktor berücksichtigen

Einsamkeit sollte bei Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit Vorrang haben und in die klinische Risikobewertung bei Herzpatienten einbezogen werden, so das Fazit der Forscher. Insbesondere die Einsamkeit der Männer ist ein gefährlich zunehmendes Problem.

Wir Alle – also unsere gesamte Gesellschaft – sollte die Einsamkeit und ihre Folgen dringen besser bekämpfen. Der Rückzug hinter den Computer-Bildschirm erhöht diese Bedrohung für unsere Gesellschaft. Dies betrifft uns letztlich ALLE, und wir tun gut, darüber nicht nur nachzudenken, sondern konkret Schritte zu unternehmen, um uns selbst und Dritten – Freunden, Familie, Angehörigen, Nachbarn – zu helfen.

In meinem KOSTENLOSEN BUCH „Das Glück Liegt In Dir“ gehe ich u.a. auf dieses Thema näher ein. Du kannst es UNVERBINDLICH UND VÖLLIG GRATIS als PDF-Version HIER DOWNLOADEN. Auch eine Hörbuch-Version ist gratis verfügbar (auf Anfrage).

Beste Wünsche von

MIKE MALAK

Healing Practcioner (Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie), Seelsorger (Evangelisch-Theologische Fakultät Uni Strassburg, Frankreich, mit Schwerpunkt auf vergleichende Religionslehre und Seelsorge), langjähriges Studium der Philosophie und Coach für Bewegung und Selbstverteidigung

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