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Abnehmen mit KARTOFFELN? Warum die goldene Knolle zu Unrecht einen schlechten Ruf hat

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Kartoffeln haben bei vielen Menschen einen schlechten Ruf, weil sie als ungesund beziehungsweise als Dickmacher gelten. Doch wenn das Wurzelgemüse richtig zubereitet wird, ist es eine großartige Quelle für wichtige Vitamine und Nährstoffe.

Kartoffeln sind bei den meisten Deutschen sehr beliebt. Allerdings ist das Wurzelgemüse bei Vielen auch als Dickmacher verpönt. Die Knolle hat diesen Ruf jedoch zu Unrecht. Der Kaloriengehalt von Kartoffeln ist eher moderat. Wichtig ist aber die richtige Zubereitung des Gemüses. Wer vorzugsweise immer gebratene und frittierte Kartoffeln isst, schadet seiner Gesundheit, und nimmt der Kartoffel ihre durchaus förderlichen Qualitäten.

Kartoffeln können beim Abnehmen helfen

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Angie Murad, eine Ernährungsberaterin des Healthy Living-Programms der renommierten Mayo Clinic (USA), erklärt in einem Beitrag, warum Kartoffeln häufiger auf dem Speiseplan stehen sollten – allerdings nur, wenn sie nicht in Öl frittiert oder in Butter oder Sauerrahm „erstickt“ werden.

Laut der Expertin sind Kartoffeln eine gesunde Beilage, die voller Vitamine und Nährstoffe stecken, vor Allem, wenn sie nicht geschält werden. „Sie liefern dann zusätzliche Ballaststoffe, was ein großer Vorteil ist, da man sich länger gesättigt fühlt und die Verdauung anregt. Und das ist ein großer Vorteil, wenn man versucht, Gewicht zu verlieren“, erklärt Murad.

Von Natur aus fett- und cholesterinfrei

Murad zufolge sind Süßkartoffeln reich an Vitamin A, einem der hervorragendsten Antioxidantien, das chronischen Krankheiten vorbeugen hilft. Ein weiterer Vorteil von Kartoffeln, egal welcher Sorte, ist, wie vielseitig sie sind.

Beide können als hervorragende Option für ein stärkehaltiges Gemüse verwendet werden, sodass sie beispielsweise Nudeln oder Reis oder verschiedene Getreidesorten ersetzen können“, so Murad. „Sie bieten eine großartige Möglichkeit, Ihren Speiseoptionen verschiedene Geschmacksrichtungen hinzuzufügen.“

Wie es in dem Beitrag abschließend heißt, sind Kartoffeln von Natur aus fett- und cholesterinfrei. Durch die Zubereitung mit Butter oder Sauerrahm werde der Anteil an Kalorien, Fett und Natrium erheblich gesteigert, was kontraproduktiv ist in Sachen Gewichtsreduktion. Ein wenig Butter ist kein Problem, aber die Kombination aus Kohlehydraten der Kartoffel und Fett wirkt dem Ziel der Gewichtsreduktion eher entgegen.

Grüne und Ausgekeimte Kartoffeln unbedingt aussortieren

Wichtig zu wissen ist auch, dass Kartoffeln mit Trieb und mit grünen Stellen den gefährlichen Stoff Solanin enthalten können und daher besser aussortiert werden sollten. Denn je nach aufgenommener Menge kann Solanin zu Vergiftungen führen. (Siehe dazu auch DIESEN Artikel)

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Mitteilung erklärte, sind aus den letzten 100 Jahren zwar nur wenige Vergiftungsfälle durch Kartoffelgerichte bekannt und dokumentiert, doch: „Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, sollten dennoch grüne und stark keimende Kartoffelknollen nicht verzehrt werden“, so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Empfehlung für die richtige Lagerung

Um die Aufnahme an Glykoalkaloiden, zu denen Solanin gehört, möglichst gering zu halten, sollten laut dem Institut folgende übliche Empfehlungen im Zusammenhang mit der Lagerung und Zubereitung von Kartoffeln beachtet werden:

Das Wurzelgemüse sollte kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Alte, eingetrocknete, grüne oder stark keimende Knollen sowie Snacks, die überwiegend aus Kartoffelschalen bestehen, sind für den Verzehr nicht geeignet. Grüne Stellen und sogenannte „Augen“ in Kartoffeln sollten stets großzügig entfernt werden. Falls Verbraucherinnen und Verbraucher die Schale mitessen wollen, sind hierfür grundsätzlich nur unverletzte, frische Kartoffeln geeignet.

Kartoffelgerichte sollten nicht konsumiert werden, wenn sie einen bitteren Geschmack aufweisen. Vor allem kleine Kinder sollten keine ungeschälten Kartoffeln essen. Zudem sollten Verbraucherinnen und Verbraucher das Kochwasser von Kartoffeln besser nicht wieder verwenden. Und Frittierfett für Kartoffelprodukte sollte regelmäßig gewechselt werden, und insgesamt sollte die Kartoffel eher als Pellkartoffel oder Salzkartoffel verzehrt werden.

Fazit: der gute „alte Fritz“ – Friedrichs II. von Preussen – bekannt auch als „Kartoffel Fritz“, wusste Mitte des 18. Jahrhunderts ganz genau, warum er mit königlichen Erlassen den Bauern befiehl, die Kartoffel anzubauen. Selbst die Pastoren in Preussen wurden angewiesen, als „Knollenprediger“ in den Kirchen die Vorzüge der Kartoffel anzupreisen. König Friedrich verhinderte so u.a. eine Hungersnot in Pommern und Schlesien.

Seine Empfehlungen waren: Mischbrot aus Kartoffelmehl und Roggen, Kartoffelpüree damals (noch ohne Milch), Salzkartoffeln als Beilage zu Fleisch, Gewinnung von Kartoffelstärke (für „Puder“ und die „besten Kuchen“) und für „arme Leute“ Pellkartoffeln mit Salz.

Von den Rezepten her ist dies bis heute empfehlenswert 🙂

Beste Wünsche, von Mike Malak

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