Start Familie „Phubbing“ und Handysucht – wenn Handys Beziehungen zerstören und bei Kindern Depressionen...

„Phubbing“ und Handysucht – wenn Handys Beziehungen zerstören und bei Kindern Depressionen auslösen ist gewaltig etwas falsch in unserer Gesellschaft

596
1
Reading Time: 4 minutes

Laut einer neuen Studie beschädigt eine fortwährende Handynutzung nicht nur deine Beziehungen mit Partnern und Freunden. Deine Kinder/Enkel sind nach neusten Erkenntnissen auch einem erhöhten Risiko für Depressionen ausgesetzt. Dies ist das Ergebnis einer wachsenden Anzahl von Studien, die belegen, wie tiefgreifend die indirekten Schäden tatsächlich sind, die von einer unkontrollierten Nutzung Smartphones ausgehen. Dafür wird der Begriff „Phubbing“ benutzt.

Das Kunstwort „Phubbing“ setzt sich zusammen aus „phone“ plus „snubbing“, also das Ignorieren von Freunden, Partner und Kindern, während man sich lieber dem Handy zuwendet, als den Menschen. Viele Handynutzer reagieren genervt, wenn sie bei der Smartphonenutzung gestört werden. Diese Sucht führte sogar mehrfach weltweit dazu, dass Jugendliche ihre Eltern tätlich angriffen, weil von ihnen verlangt wurde, das Handy wegzulegen, z.B. während des Mittagessens.

Werbehinweis

Wenn Menschen Gespräche mit Dritten unterbrechen, und sich immer wieder zwanghaft auf ihr Telefon konzentrieren, sind dies Anzeichen einer Sucht. Es sind Zwangshandlungen, die in den Bereich der Verhaltensstörung fallen. Es handelt sich bei vielen Menschen, oft schon in der frühen Jugend, um ein echtes psychologisches Krankheitsbild. Es ist nicht einfach nur eine Respektlosigkeit, sich so zu verhalten, sondern dies schädigt Beziehungen ganz erheblich und zerstört das zwischenmenschliche Vertrauen.

- Sponsored Ad -

Dazu gab es bereits etliche Studien, mit besorgniserregenden Ergebnissen. In einer neuen chinesischen Studie wurden nun gezielt Kinder im Alter von 10 bis 18 Jahren untersucht, um festzustellen, welche Auswirkungen es hat, wenn ihre eigenen Eltern sie immer und immer wieder „abschieben“, weil die Eltern lieber auf dem Handy herum tippseln, statt sich konzentriert und ausschliesslich eine Weile den Kindern zu zuwenden. Die Studie befragte und untersuchte 530 Familien.

Die im Journal of Adolescence veröffentlichte Studie ergab, dass Kinder, die sich von ihren Eltern ignoriert fühlten, mit größerer Wahrscheinlichkeit von depressiven Symptomen betroffen sein werden, als diejenigen, die die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Eltern erhalten. Die Forscher stellten fest, dass „das Phubbing“ der Eltern ganz konkret mit der Depression der Schüler in der späten Kindheit und Jugend in Verbindung gebracht werden kann.

Sie fügten hinzu: „Die vorliegende Studie unterstreicht die Notwendigkeit, Familiennormen für die Nutzung von Mobiltelefonen festzulegen, um das Phubbing zu reduzieren.“ Es sind aktive Massnahmen nötig, damit Eltern wieder lernen, die Kinder über das Handy zu stellen, und ihrerseits das Handy abzuschalten, und sich eine ausreichende Zeit am Tag allein nur mit den Kindern zu beschäftigen.

„Die Ergebnisse der Mediationstests haben gezeigt, dass das Phubbing der Eltern sowohl direkte, als auch indirekte Auswirkungen auf die Depression ihrer Kinder hat. Auf dem direkten Weg war das Phubbing der Eltern direkt mit der Depression der Schüler verbunden. “ Als Beispiele für eine problematische Nutzung des Telefons wurden Gewohnheiten genannt, wie zum Beispiel, ein Mobiltelefon während der Essenszeiten auf dem Tisch zu haben.

Werbehinweis

Die Forscher räumte ein, dass es sich um zunächst eine kleine Stichprobe handelte, wiesen jedoch darauf hin, dass es eine Zusatzstudie zu früheren Studien handelte, um ganz gezielt detaillierte Informationen über die Mechanismen der Risikoauswirkungen von Phubbing durch Eltern bereitzustellen.

Phubbing wurde früher überwiegend mit Beziehungsproblemen zwischen Erwachsenen in Verbindung gebracht. In einer separaten Umfrage gab ein Drittel der Menschen in Beziehungen in Großbritannien an, dass sie sich durch „Phubbing“ verletzt fühlen. 57% der 25- bis 34-Jährigen geben an, dass dies Auswirkungen auf ihr Liebesleben hat. Eine Studie mit 2.000 Personen ergab, dass eine solche Handynutzung Misstrauen und Unzufriedenheit aufbaue, Streit hervorrufe und sogar zu Untreue führen könne.

Amanda Rimmer von Stephensons Solicitors LLP, die die Umfrage in Auftrag gegeben hatte, sagte dazu: „Einige Paare verbringen jetzt mehr Zeit mit ihrem Handy im Bett, als mit Zuneigung zueinander. Dies kann gesellschaftlich nicht gut ausgehen. Die Leute schlafen mit ihrem Handy, essen damit, spielen damit und reden damit – es ist fast eine Beziehung für sich“.

„Wir haben in den letzten fünf Jahren einen Anstieg von Scheidungsanfragen aufgrund von dieser Zwangsstörung durch verhaltensgestörte Partnern erlebt. Das respektlose und abweisende Verhalten einer/s Partners/in, der/dem das Handygetippsel wichtiger ist, als die Beziehung, wird immer häufiger als Grund dafür angeführt, dass die Beziehung auseinanderfällt.“

Diese schlimme Entwicklung zerstört Partnerschaften, Freundschaften, und ist u.a. auch für Schlafstörungen verantwortlich. Weitere Schädigungen – etwa durch die elektromagnetische Strahlung – werden sich erst noch über die kommenden Jahre wirklich zeigen. Auch da zeichnen sich schlimme Folgen ab. Dies wird aktuell untersucht.

Wir Alle, besonders in Bezug auf Partner und Kinder, müssen unser Verhalten darauf überprüfen, ob wir auch solche Suchtanzeichen zeigen. Die Sucht führt in Einsamkeit und Depression, und Eltern haben die Verantwortung, ihre Kinder davor zu schützen. Die „Handysucht“ ist vergleichbar mit Spielsucht, und führt zu den gleichen dramatischen Folgen.

Die „digitale Entgiftung“ ist dabei ein wichtiges Stichwort. Wieder lernen, MENSCHLICHE Beziehung in den Lebensmittelpunkt zu stellen, statt virtuelle. Sich SELBST finden, in dem man ungestörte Ruhe, Stille und auch Zweisamkeit bewusst erlebt. Solche Ziele müssen dringend überdacht werden, wenn man selbst von der Handysucht betroffen ist. Der Stress durch den Druck von Smartphone und Social Media ist extrem negativ, mental und körperlich. Dazu empfehle ich dir auch DIESEN ARTIKEL.

Zu diesem Thema stehe ich für Fragen gerne zur Verfügung. Beste Wünsche von Mike Malak

follow me on Facebook – Coach für emotionale und spirituelle Heilung – Healing Practicioner (Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie), Seelsorger (Evangelisch-Theologische Fakultät Uni Strassburg, Frankreich, mit Schwerpunkt auf vergleichende Religionslehre und Seelsorge), langjähriges Studium der Philosophie und Coach für Bewegung und Selbstverteidigung

- Sponsored Ad -

1 KOMMENTAR

Comments are closed.