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Wie chronischer Stress das Gehirn verändert – und was wir tun können, um den Schaden zu beheben

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Stress kann sehr leicht zu einem lebenszerstörenden Faktor werden, wenn wir uns nicht gezielt und aktiv entscheiden, Stress zu mindern. Das ist natürlich kein Geheimnis, und TROTZDEM leiden immer mehr Menschen unter den Folgen von Stress. Dabei gibt es sehr einfache Methoden, um dies zu ändern.

Ein bisschen Stress ist ein normaler Bestandteil unseres täglichen Lebens, der sogar gut für uns sein kann. Die Überwindung stressiger Ereignisse kann uns widerstandsfähiger machen, punktueller Stress bringt uns dazu, aktiv zu werden. Wenn der Stress jedoch sehr schwerwiegend oder chronisch ist – beispielsweise durch den Zusammenbruch einer Ehe oder Partnerschaft, den Tod in der Familie oder Mobbing usw. – muss er sofort behoben werden, sonst ergeben sich schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Dies liegt daran, dass wiederholter Stress einen enormen Einfluss auf unser Gehirn hat und uns das Risiko einer Reihe von physischen und psychischen Problemen birgt, wenn wir nicht aktiv und bewusst Etwas gegen solchen Stress unternehmen.

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Der dauernde Stress ist ein Hauptauslöser für anhaltende Entzündungen im Körper. Chronische Entzündungen können zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen führen, darunter Diabetes und Herzerkrankungen. Das Gehirn ist normalerweise durch eine Blut-Hirn-Schranke vor zirkulierenden Molekülen geschützt. Bei wiederholtem Stress wird diese Barriere jedoch „undicht“ und zirkulierende entzündliche Proteine können in das Gehirn gelangen. Auf diese Weise kann Stress sogar lebensbedrohlich werden.

Der Hippocampus des Gehirns ist eine kritische Gehirnregion für Lernen und Gedächtnis und ist besonders anfällig für die Folgen von Stress. Studien am Menschen haben gezeigt, dass Entzündungen das Gehirnsystem erheblich beeinträchtigen können. Motivation und geistige Beweglichkeit werden drastisch geschädigt.

Es gibt auch Hinweise auf chronische Stresseffekte auf Hormone im Gehirn, einschließlich Kortisol und Corticotropin Releasing Factor (CRF). Hohe, anhaltende Kortisolspiegel wurden mit Stimmungsstörungen sowie einer Schrumpfung des Hippocampus in Verbindung gebracht. Es kann auch viele körperliche Probleme verursachen, einschließlich unregelmäßiger Menstruationszyklen, Herzstörungen uvm.

Stimmung, Erkennen und Verhalten

Es ist allgemein bekannt, dass chronischer Stress zu Depressionen führen kann, die weltweit eine der Hauptursachen für Suizid sind. Es ist auch eine wiederkehrende Erkrankung – Menschen, bei denen einmal Depressionen aufgetreten sind, sind einem erhöhten Risiko für künftige Anfälle von Depressionen ausgesetzt. Es entwickelt sich ein gefährlicher Kreislauf.

Dafür gibt es viele Gründe, die u.a. mit Veränderungen im Gehirn zusammenhängen. Der geschrumpfte Hippocampus – eine Folge der anhaltende Exposition mit Stresshormonen und der chronischen Entzündungen – tritt häufiger bei depressiven PatientenInnen, als bei gesunden Menschen auf. Es ist darum ein Indikator für Stressschädigung.

Chronischer Stress verändert letztendlich auch die Chemikalien im Gehirn, die Kognition und Stimmung modulieren, einschließlich Serotonin. Serotonin ist wichtig für die Regulierung der Stimmung und das Wohlbefinden. Tatsächlich werden selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) verwendet, um die funktionelle Aktivität von Serotonin im Gehirn bei Menschen mit Depressionen wiederherzustellen.

Wir müssen uns aber klarmachen, dass die medikamentöse Behandlung von Depressionen mit Medikamenten keine echte Lösung des Problems ist (siehe dazu diesen wichtigen Artikel). Stress und die schlimmen Folgen kann nur durch ABSTELLEN des Stresses nachhaltig behandelt werden. Wir müssen also KONKRETE WEGE suchen, um den Stress an sich zu reduzieren. Würden wir uns dauernd mit einem Hammer auf den Daumen schlagen, würde auch Niemand auf die Idee kommen, uns nur Pillen gegen den Schmerz zu verschreiben… jeder kluge Mensch würde sagen „das Schlagen mit dem Hammer muss aufhören“… und darin liegt das wirkliche „Geheimnis“ der Behandlung von Stress.

Schlafstörungen sind ebenfalls ein häufiges Merkmal bei vielen psychiatrischen Störungen, einschließlich Depressionen und Angstzuständen. Stresshormone wie Kortisol spielen im Schlaf eine wichtige modulierende Rolle. Erhöhte Kortisolspiegel können unseren Schlaf beeinträchtigen. Die Wiederherstellung von Schlafmustern kann einen Behandlungsansatz für diese Zustände bieten. Dazu gehört aber in jedem Falle die Stressreduktion.

Depressionen können enorme Folgen haben. Depressionen beeinträchtigen die Wahrnehmung sowohl in nicht-emotionalen Bereichen wie Planung und Problemlösung als auch in emotionalen und sozialen Bereichen wie der Schaffung einer Aufmerksamkeitsneigung gegenüber negativen Informationen. Depressionen sind Emotionen, die wir selbst ÄNDERN können. Diese Änderung muss VON INNEN her erfolgen; die Behandlung allein mit Medikamenten ist allgemein NICHT der beste Weg.

Ausbrennen – der Burnout

Neben Depressionen und Angstzuständen können chronischer Stress und seine Auswirkungen auf die Arbeit zu Burnout-Symptomen führen, die auch mit einer erhöhten Häufigkeit kognitiver Störungen im täglichen Leben verbunden sind. Da Einzelpersonen bei der Arbeit oder in der Schule eine erhöhte Arbeitsbelastung übernehmen müssen, kann dies zu einem verringerten Erfolgsgefühl und einer erhöhten Anfälligkeit für Angst führen, was zu einem Teufelskreis führt.

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Stress kann auch unser Gleichgewicht zwischen rationalem Denken und Emotionen beeinträchtigen. Zum Beispiel haben die stressigen Nachrichten über die weltweite Verbreitung des Coronavirus dazu geführt, dass Menschen Desinfektionsmittel, Taschentücher und Toilettenpapier horten. Die Geschäfte werden leergekauft, obwohl die Regierung versichert hat, dass genügend Lagerbestände verfügbar sind. Dennoch reagieren viele Menschen z.T. völlig irrational.

Dies liegt daran, dass Stress das Gehirn zwingen kann, zu einem „Gewohnheitssystem“ zu wechseln. Unter Stress zeigen Gehirnbereiche, wie das Putamen – eine runde Struktur an der Basis des Vorderhirns – eine stärkere Aktivierung. Eine solche Aktivierung wurde mit dem „Hamsterkaufsyndrom“ in Verbindung gebracht. Menschen zeigen unvernünftiges Verhalten, statt rational gemeinsam das Problem zu lösen.

Darüber hinaus kann in Stresssituationen der ventromediale präfrontale Kortex, der eine Rolle bei der emotionalen Wahrnehmung spielt – wie die Bewertung sozialer Zugehörigkeiten und das Erlernen von Angst – irrationale Ängste verstärken. Letztendlich überschreiben diese Ängste im Wesentlichen die übliche Fähigkeit des Gehirns zur rationalen Entscheidungsfindung.

Stress überwinden durch Stressreduktion

Was sollte man also tun, wenn man unter chronischem Stress leidet? Viele Betroffene sagen oder reden sich ein, man könne ja den äusseren Stress nicht beeinflussen. Aber das ist ein Denkfehler. Wir selbst haben es in der Hand, den Stress hinzunehmen oder nicht, wir selbst sind Herr/in über unsere Gedanken (wir sind uns dessen oft nur nicht bewusst…) und wir selbst können auch ein „Ventil“ schaffen, einen Ausgleich zum Stress. Wir können uns entscheiden, ob wir Sklaven des „Systems“ sein wollen, oder nicht.

Wir wissen zum Beispiel aus Studien der Psychologie und Neurologie, dass sanfte körperliche Bewegung ein probates Mittel gegen chronischen Stress ist. Nicht das „Auspowern“ ist nützlich – denn es erzeugt nur neuen Stress für den Körper – sondern die sanfte Bewegung draussen in der freien Natur hat den höchsten gesundheitlichen Nutzen. Wandern und Spazierengehen ist ein ideales Konzept. Die Kombination von Ruhe, Begegnung mit der Natur und einer schonenden und natürlichen Bewegung ist in sich ein komplettes Trainingssystem für Körper, Seele und Geist.

Solche Bewegung bekämpft Entzündungen, da sie entzündungshemmende Reaktion auslöst. Darüber hinaus erhöht Bewegung die Neurogenese – die Produktion neuer Gehirnzellen – in wichtigen Bereichen wie dem Hippocampus. Ohne die Zusammenhänge genau zu wissen, wussten die grossen Denker durch die Jahrhunderte und Jahrtausende, dass Wandern die Denkfähigkeit fördern. Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper? Ja, auch die alten Römer wussten dies. Solche naturnahe sanfte Bewegung verbessert auch die Stimmung, unsere Wahrnehmung und körperliche Gesundheit.

Ein weiterer wichtiger Weg, um Stress zu überwinden, besteht darin, sich mit Menschen in Ihrer Umgebung wie Familie, Freunden und Nachbarn zu verbinden. Wenn wir unter Stress stehen, werden wir durch Entspannung und gelassene Interaktion mit Freunden und Familie abgelenkt und können so das Stressgefühl reduzieren.

Lernen und Lesen kann eine weniger offensichtliche Methode sein, zumal in unserer heutigen lesefaulen Gesellschaft die Aufmerksamkeitsspanne auf wenige Sekunden geschrumpft ist. Bildung und insbesondere das Lesen führt zu einer kognitiven Reserve – einem Vorrat an Denkfähigkeiten – die einen gewissen Schutz bietet, wenn wir negative Lebensereignisse haben. Studien haben ergeben, dass Menschen weniger an Depressionen und kognitiven Problemen leiden, wenn sie über eine bessere kognitive Reserve verfügen.

Andere Methoden sind: Achtsamkeit, die es uns ermöglicht, auf die Welt um uns herum aufmerksam zu werden, neugierig zu sein und Zeit im Moment zu verbringen; Geben ist eine weitere – so kann Freiwilligenarbeit oder Spenden an eine Wohltätigkeitsorganisation das „Belohnungssystem“ im Gehirn aktivieren und fördert positive Gefühle für das Leben.

Wenn du unter chronischem Stress leidest, warte nicht ab und lasse die Dinge über dich ergehen! Werde AKTIV und nutze die simplen, aber effektiven Möglichkeiten, die auch DIR zur Verfügung stehen. Pillenschlucken ist KEINE wirklich hilfreiche Lösung. Wer Stress verspürt, muss den STRESS abstellen. Wer Ruhe sucht, braucht RUHE. Das ist so simpel, dass viele Betroffene diese einfachen Wahrheiten nicht mehr erkennen. Zu viele Ärzte wollen Pillen verschreiben, weil sie irrigerweise meinen, dass sei ihr Job.

Was wir Menschen aber WIRKLICH brauchen, um seelisch, mental und körperlich GESUND zu bleiben, ist eine GANZHEITLICHE (holistische) Behandlung. „Behandlung“ bedeutet dabei, dass unser Alltag und unser Leben an sich einbezogen werden muss, um Stress und die Folgen zu VERHINDERN. Verhindern ist hundert Mal besser, als zu behandeln. Das dürfte leicht zu verstehen sein… denke an das Beispiel mit dem Hammer.

Darum ist das Konzept des „Spirituellen Wanderns“ als Stressreduktionsprogramm so wertvoll, denn es sorgt auf eine kostenlose und völlig natürliche Weise, ohne Gefahr von Nebenwirkungen, für eine SOFORTIGE Stressreduktion und Heilung der Folgen von Stress. Mehr Information dazu findest du hier.

Beste Wünsche von Mike Malak

follow me on Facebook – Coach für emotionale und spirituelle Heilung – Healing Practicioner (Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie), Seelsorger (Evangelisch-Theologische Fakultät Uni Strassburg, Frankreich, mit Schwerpunkt auf vergleichende Religionslehre und Seelsorge), langjähriges Studium der Philosophie und Coach für Bewegung und Selbstverteidigung

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