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Verbessere deine Atmung, und du verbesserst dein ganzes Leben! 85% unserer Bürger*innen ATMEN FALSCH!

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Wie atme ich richtig? Brauchen wir Menschen denn Anweisungen zum Atmen? Ich meine, kaum Etwas ist so natürlich, wie das Atmen! Aber stimmt das auch? Atme jetzt einmal tief ein und dann wieder aus. Ist deine Brust auch wirklich auf und ab gegangen? Herzlichen Glückwunsch, du hast soeben gerade NICHT korrekt, dh. NICHT GESUND geatmet.

Wie jetzt, meinst du? Wurde uns das nicht von Kind auf so beigebracht? Ja, mag sein, aber lange nicht Alles, was Eltern oder Sporttrainer so sagen ist wirklich auch GESUND. Wir nehmen es einfach so an, aber es bleibt dennoch in mancherlei Belangen falsch.

So, wie falsches ESSEN – beginnend mit dem Zubereiten und der Auswahl der Speisen (meist völlig überkocht und zu weich), und dem dadurch mangelnden und zu wenigen KAUEN – unsere Atmung negativ beeinflusst, so schränkt auch falsche Atmung unser Leben ein und schädigt uns. Die RICHTIGE ATMUNG ist an sich ein natürlicher Vorgang.

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Aber seit unserer Kindheit und vor Allem durch unsinnige “Modetrends”, in Sport und Kleidung etwa, wurde uns regelrecht das falsche Atmen antrainiert. Und darum atmen um die 85% der Menschen falsch. Darum leiden die meisten Menschen unter Schnarchen, Schlafapnoe und Energieverlust. Zudem werden so Bluthochdruck und Organschäden begünstigt.

DIES ALLES LÄSST SICH DURCH SIMPLE METHODEN DER RICHTIGEN ATMUNG LINDERN UND ABSTELLEN! In meiner Artikelserie “Richtig Atmen – gesünder und länger leben” möchte ich dich darauf hinweisen, wie WICHTIG das korrekte Atmen für dein ganzes Leben ist, und wie schädlich das FALSCHE Atmen ist. Am Ende dieses Artikels findest du Links zu weiteren Artikeln dieser Reihe, die im Detail auf die einzelnen Teilbereiche eingehen.

Es ist vielleicht überraschend, weil wir zu wenig darüber nachdenken, aber um die 85% aller westlichen Bürger*innen ATMEN FALSCH. Breitangelegte Studien haben dies mehrfach belegt. Wir Alle sind von Kindheit an gedrillt worden “Brust raus, Bauch rein” und uns wurde dies als eine “gute Haltung” aufgezwungen. Insbesondere in Bezug auf richtige Atmung kann aber Nichts falscher sein…

Unsere Atmung findet zu einem grossen Teil durch Nutzung des Zwerchfells statt. Bei der oben zitierten “guten Haltung” sind unsere Muskeln aber verspannt, dies blockiert sowohl die Ausdehnung der Lungen als auch den Spielraum des Zwerchfells. Dazu gleich mehr.

Überraschenderweise kann also sogar etwas so angeblich “Instinktives”, wie das Atmen, schief gehen. In der westlichen Welt atmen überwiegend nur noch Babys und Kleinkinder noch korrekt, und können sich noch entspannt, flexibel und im richtigen Atemrhythmus bewegen. Aber keine Sorge, wenn du diesen Artikel gelesen hast und den Ratschlägen folgst, bist du auf dem Weg zurück zu der Art der optimalen Atmung, die du als Baby genutzt hast, und findest so wieder zu einer besseren Gesundheit.

Wie schlechtes Atmen aussieht

Die Mehrheit der Menschen in der heutigen modernen Welt atmet nicht so, wie der Körper atmen sollte, um gesund und leistungsfähig zu sein. Durch falsche Atmung wird dein Organismus unnötig geschädigt und du musst du für alle Aktivitäten viel mehr anstrengen.

Die meisten von uns verwenden eine „vertikale Atmung“ (siehe Abb. oben). Wenn wir vertikal atmen, heben sich die Schultern beim Einatmen und alle Muskeln im Oberkörper strecken sich vertikal. Der Brustkorb hebt sich beim Atmen. Wenn wir ausatmen, sinken die Schultern wieder, der Brustkorb senkt sich.

Während es sich zwar anfühlt, als würdest du beim vertikalen Atmen einen vollen Atemzug nehmen, ist dies in Wahrheit aber nicht der Fall. Die Anspannung der Muskeln täuscht uns dies nur vor.

Du verwendest so hauptsächlich nur die Lungenspitzen, die die kleinsten Teile der Lunge darstellen. Indem du weniger Lunge zum Einatmen verwendest, enthältst du deinem Körper den Sauerstoff vor, den er benötigt, um optimal zu funktionieren. Atemzüge, bei denen sich der Brustkorb schwer auf und ab bewegt sind darum MANGELHAFTE Atemzüge!

Vertikales Atmen verringert jedoch nicht nur unser Einatmen. Es bringt auch unser Ausatmen durcheinander. Ein vertikaler Atemzug erlaubt es uns nicht, unsere gesamte Luft vollständig auszutreiben. Wir lassen so Lungenraum durch das nicht vollständiges Ausatmen keine frische, neue Luft einatmen. Das Lungenvolumen an sich wird so vermindert über die Zeit, die Lungen also geschwächt. Noch mal zur Erinnerung: die Anspannung der Muskeln im Bauch und im Oberkörper TÄUSCHT uns über das wirkliche Volumen der Luft, die ein- und ausgeatmet wird.

Wir können deshalb nicht wirklich tief durchatmen, da in der Lunge kein Platz dafür geschaffen wird. Dies erzeugt einen Zustand der “Lufthunger” genannt wird, da du nicht wirklich tief durchatmen kannst. Er kann u.a. zu einigen schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie vaskulärer Demenz führen (mehr dazu gleich).

Vertikale Atmung ist nicht immer schlecht. Es ist die Atemreaktion, die unser Körper auf natürliche Weise einsetzt, wenn unter Stress und Angst der sogenannte “Kampf- oder Fluchtreflex” einsetzt. Dies sind aber nur NOTSITUATIONEN. Wenn wir die ganze Zeit so atmen, wird dies zu einem grossen gesundheitlichen Problem. Tatsächlich ist es so, dass man durch RICHTIGES ATMEN Angst, Panik und Stress wieder sekundenschnell unter Kontrolle bringen kann. Die meisten Menschen machen es aber genau anders herum, und atmen dauernd “in Panikmodus”, ohne es zu ahnen…

Warum die meisten “modernen” westlichen Menschen falsch atmen

Wir haben unser Leben nicht mit vertikaler Atmung begonnen. Als Babys und Kleinkinder atmen und bewegen wir uns natürlich, so, wie wir atmen und uns bewegen SOLLTEN. Und dann werden wir durch falsche Anleitung Schritt für Schritt zu falscher Atmung geführt. Aber wenn es ineffizient ist und potenzielle Gesundheitsprobleme verursacht, warum fallen die meisten modernen Menschen darauf herein?

Nun, zum Einen GLAUBEN wir als Kinder halt den Eltern, Lehrern, Trainern. Wir wissen ja noch nicht, dass Niemand von diesen Leuten versierte Fachleute für richtiges Atmen ist, und auch IHNEN wurde zuvor auch eine falsche Atemtechnik beigebracht. Auch SIE glaubten ungefragt, was in unserer Gesellschaft heute als “richtig” dargestellt wird.

Warum kann ich behaupten, dass das falsch ist? Wie bin ich so sicher, dass ich die Wahrheit sage? Nun, ganz einfach: die enorme Zahl der Menschen, die unter Schnarchen, Schlafapnoe, Lustlosigkeit, Energiemangel, Bluthochdruck usw. leiden, belegt ganz einfach, dass diese Menschen FALSCH ATMEN. Darum ist dies ein simpler Fakt.

Es gibt aber weitere Gründe für die falsche Atmung:

Zu kleiner Mund- und Rachenraum. Dies haben wir nicht selbst verschuldet, es ist ein Stück Degenerierung der Kopfbereichs über Generationen der Menschen hinweg. Das Problem entsteht durch ZU WENIG KAUEN bedingt durch ZU WEICHES ESSEN. Die ist zum Einen der Grund dafür, dass die meisten Menschen nicht mehr genug Platz für ihre ZÄHNE im Mund haben.

Dadurch entstehen schiefe Zähne, und “Weisheitszähne” müssen vielfach entfernt werden. Dies war vor 120, 150 Jahren noch nicht der Fall. Zum Anderen hat so die Zunge weniger Platz im Mund. Letzteres ist einer der Gründe dafür, dass Menschen Schnarchen. Neandertaler haben nicht geschnarcht, weil ihr Rachenraum deutlich grösser war.

Mundatmung. Die Mundatmung (das Einatmen durch den Mund) erzeugt eine ganze Schar von Problemen. Eines davon ist die gestiegene INFEKTIONSGEFAHR. Wir haben eine Nase nicht ohne Grund… durch das Einatmen durch die Nase wird Luft gefiltert, gereinigt, angewärmt, und angefeuchtet. Dies senkt die Infektionsgefahr ganz drastisch (gerade in Coronazeiten wichtig!). Mundatmung umgeht diese wichtigen Funktionen der Nasenatmung. Neben höherer Infektionsgefahr entsteht auch ein trockener Mund. Mundatmung erzeugt ohnehin Schlafprobleme (höheres Risiko von Schlafapnoe z.B.), durch den trockenen Mund und Rachen steigt der Drang, nachts zu trinken, und dadurch muss man öfter zur Toilette pilgern. Beides unterbricht den Schlaf zusätzlich.

Stress. Unsere schnelllebige Lebensweise erhöht den Stress, was unsere Neigung erhöht, schnell, flach und vertikal zu atmen. Unsere ständige Konnektivität über Messaging-Apps und soziale Medien erhöhen auch die Stresshormone. Durch Stress hervorgerufene schlechte Atmung bildet einen Teufelskreis: Stress erhöht die Neigung, flach und schnell zu atmen, aber flach und schnell zu atmen erhöht auch den Stress. Neben körperlichen Problemen wie Bluthochdruck mit den dazugehörenden Krankheiten, entstehen auch vermehrt mentale, seelische Probleme.

Schlechte Haltung. Dank der Gewohnheiten, die wir durch jahrelanges Sitzen den ganzen Tag in der Schule und bei der Arbeit gelernt haben, haben viele von uns eine schlechte Haltung. Wenn wir “bequem” sitzen und so etwas zusammengesunken sind, kollabiert der Brustkorb immer ein wenig und lässt weniger Raum für das Öffnen der Lungen, was wiederum zu ineffizienter Atmung führt. Zu häufiges und zu “bequemes” Sitzen verursacht sehr viele Gesundheitsprobleme…

Fettleibigkeit. Zusätzliches Fettgewebe in Ihrem Magen und Rumpf kann auf unser Zwerchfell und die Brustwand drücken und weniger Raum für unsere Lungen lassen, um sich vollständig mit Luft zu füllen. Übergewicht ist auch eine zusätzliche mögliche Ursache für Schlafapnoe – ein ernstes Problem, bei dem die Atmung vorübergehend anhält, während wir schlafen. Schlafapnoe schädigt uns ganz erheblich und kann zu tödlichen Krankheiten führen!

So genannte “moderne modische” Kleidung. Restriktive Kleidung wie enge Hosen, Kompressionsshorts und enge Gürtel schränken auch gesunde Atmungsmuster ein und fördern eine flache, vertikale Atmung.

Luftverschmutzung. Wer in einem Gebiet mit starker Luftverschmutzung lebt, entwickelt oft die natürliche Neigung des Körpers, NICHT tief durchzuatmen. Zudem schädigen Verunreinigungen der Luft die Lungen, und schränken unsere Atmung so Schritt für Schritt ein.

Rauchen. Spätestens seit Mitte der 60er Jahre ist bekannt, dass Rauchen die Lungen schädigt. Auch und gerade “Light”-Zigaretten und Menthol-Zigaretten sind extrem schädlich. Dieser Schaden schränkt die volle Nutzung dieser Atmungsorgane ein, was zusätzlich eine „oberflächlichere“ Atmung fördert. Die Krebsgefahr ist darum nicht die häufigste Schädigung durch Rauchen, sondern die gestörte Atmung. Dies wird vielfach komplett übersehen.

Schlechte Atmungsmuster können auch einfach dadurch verursacht werden, dass man ein miese genetische Blatt bekommen hat… Chronische Allergien, Asthma oder ein schiefes Septum können daran hindern, richtig zu atmen. Wer Probleme mit der Atmung verspürt, sei es über Bronchien, Lungen oder Nase und den Rachen, sollte dies darum ärztlich klären lassen, um die Ursache zu finden, damit diese dann beseitigt werden kann.

Andere Arten von Atemproblemen

Vertikales Atmen ist das häufigste Atemproblem, es gibt jedoch auch andere Auslöser für Falschatmung:

Paradoxes Atmen. Dies ist der Fall, wenn du Muskeln zum Einatmen verwendest, die zum Ausatmen verwenden werden sollten, und umgekehrt. Das Ergebnis dieser Rückatmung ist ein Keuchen. Wenn wir nach Luft schnappen, um zu atmen, bekommt der Körper nicht den Sauerstoff, den er benötigt, um seine beste Leistung zu erbringen. Paradoxes Atmen ist sehr viel verbreiteter, als man meinen könnte. Ein Beispiel ist das falsche Einatmen mit dem Oberkörper – das gesunde Einatmen erfolgt über den BAUCH (die berühmte Bauchatmung, die Übungen wie Yoga und Zen predigen!).

Den Atem anhalten. Manche Menschen atmen ein und halten die Luft dann einige Sekunden lang an, ohne darüber nachzudenken. Diese Momente des Nichtatmens entziehen dem Gehirn Sauerstoff. Dies passiert unbewusst andauernd über den Tag verteilt. Ganz klassisch sind Bewegungen mit grosser Belastung (Anheben von Gewichten beim Sport, auf der Arbeit, im Haushalt usw.). Dabei werden Muskeln angespannt und der Atem angehalten. Dies ist extrem falsch und ungesund, in vielerlei Belangen.

Dieses Luftanhalten kann dich nicht töten, klar, aber es kann zu einer Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit und potenziellen Gesundheitsproblemen führen. Einige Studien legen nahe, dass viele von uns kurz den Atem anhalten, wenn wir E-Mails oder Texte abrufen, um sie zu lesen, oder beim Schreiben von Texten. Dieses Phänomen wird mittlerweile oft “E-Mail-Apnoe” genannt. Das häufige Unterbrechung unserer Atmung ist schädlich, weil dies über Jahre und Jahrzehnte stattfindet.

Überatmen. Manche Leute atmen – weil sie zu flach atmen – sehr schnell ein und aus, eine flache und mangelhafte Atmung, die bis zum Hyperventilieren führen kann, also einem Ungleichgewicht von Sauerstoff und Kohlendioxid im System. Dies kann Schwächegefühle und Ohnmacht auslösen. Zudem wirkt sich diese Atmung negativ auf Herz- und Kreislauf aus.

No-Haler”. No-Halers sind Menschen, die nicht wirklich inhalieren. Sie “schlürfen” einfach Luft. Sie atmen gerade genug ein und aus, um zu leben, aber das war es auch schon. Es erklärt sich von selbst, wie schädigend eine solche oberflächliche Atmung ist.

Die Gesundheitsrisiken von Falschatmung

„In Ordnung“, könntest du denken. „Ich atme überwiegend vertikale. Aber was soll’s? Ich bin lebendig. Ich laufe mehrfach die Woche 4, 5 km. Es kann ja gar keine so schlimme Sache sein, dass ich so atme, auch wenn das nicht “natürlich” ist. „

Bitte denke aber mal über deine Atmung nach. Du widmest deiner Ernährung viel Aufmerksamkeit, verwendest viel Zeit für Sport. Aber dein ATEM ist das WICHIGSTE für dein Leben, für dein Dasein. Du kannst 3 Wochen ohne Ernährung überleben, 3 Tage ohne Wasser, aber nur 3 Minuten ohne Atemluft… Es gibt aber auch ein “Langzeit-Ersticken”! Dies ist der langsame Vorgang über viele Jahre, in denen du dein Körper mit falscher Atmung langsam, schleichend schädigst. Dies erzeugt Spätfolgen, Schnarchen, Schlafapnoe, Herz-Kreislaufschädigung und stiehlt dir Lebensjahre.

Zwar gibt dir schlechte Atmung genug Sauerstoff zum Leben, aber du bekommst wahrscheinlich nicht genug Sauerstoff, um optimal zu funktionieren. Du musst du für deine Leistung darum körperlich mehr anstrengen, und dies entzieht dir Lebenskraft. Dies wird sich früher oder später rächen.

Darüber hinaus treten die Gesundheitsprobleme, die mit schlechter Atmung einhergehen, oft sehr langsam auf, manchmal über Jahre oder Jahrzehnte. Daher ist es schwer zu erkennen, dass deine schlechte Atmung deine Vitalität negativ beeinflusst. Es ist so sehr leicht, sich über die falsche Atmung hinweg zu täuschen. Aber es ist eine sehr schlechte Entscheidung, dies zu tun!

Verschiedene gesundheitliche Probleme, die durch falsches Atmen verursacht werden können und die alle auf einen Sauerstoffmangel zurückzuführen sind.

Da dein Körper Sauerstoff für eine Vielzahl von physiologischen Prozessen verwendet, funktionieren dein Körper und Geist nicht optimal, wenn du davon zu wenig hast.

Dies kann zu vielen negativen Folgen führen:

Erhöhter Stress. Wie oben erwähnt, verursacht Stress eine flache Atmung und eine flache Atmung verursacht Stress. In kleinen, kurzen Dosen ist Stress nicht schlecht für uns und kann sogar von Vorteil sein. Das Problem ist, dass die dauernde flache Atmung uns auf ein konstantes Mass an niederschwelligem Stress bringt. Und das ist nicht gut für unseren Körper oder unseren Geist. Viele der gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit schlechter Atmung hängen wahrscheinlich mit flachem, atembedingtem Stress zusammen.

Reduzierte Konzentrationsfähigkeit. Unser Gehirn nutzt den größten Teil des Sauerstoffs, den wir atmen, um zu funktionieren. Wenn es nicht genug Sauerstoff erhält, kann das Gehirn nicht optimal arbeiten. Studien haben gezeigt, dass Fokus und Konzentration steigen, wenn der Sauerstoffgehalt im Blut auf optimales Mass erhöht wird.

Demenz. Studien deuten darauf hin, dass schlechte Atmung zur Verstärkung der Folgen der Demenz führen kann. Die Ursache der Demenz an sich sind andere, aber mangelhafte Atmung scheint Demenz zu verstärken.

Wenig Energie. Der größte Teil der Energie, die der Körper produziert, stammt aus dem aeroben Stoffwechsel. Um Energie zu erzeugen, benötigt der aerobe Stoffwechsel Sauerstoff. Wenn wir aufgrund schlechter Atmung den Sauerstoffgehalt gesenkt haben, kann der Körper nicht so effizient Energie erzeugen, wie er eigentlich sollte. Dies schränkt nicht nur unsere Leistung ein, sondern drückt auch organische Funktionen runter.

Depressionen und andere Stimmungsprobleme. Der Stress durch flache Atmung kann zur Hyperemotionalität beitragen. Depressions-, Wut- oder Angstgefühle können aufgrund schlechter Atmung zunehmen.

Hypertonie. Eine Studie aus dem Jahr 2007 legt nahe, dass eine konstante flache Atmung zu Bluthochdruck führen kann. Insbesondere im Zusammenhang mit Mundatmung ist dies besonders signifikant.

Verdauungsprobleme. Schlechte Atmung trägt zu Stress bei und Stress kann zu Verdauungsproblemen wie Verdauungsstörungen, Durchfall und Übelkeit führen. Man sagt nicht ohne Grund, dass “liebe durch den Magen geht” oder das “Einem etwas auf den Magen schlägt”. Der Vagusnerv ist ein grosses Nervensystem, welches Gehirn, Herz, Lungen und Verdauungstrakt verbindet. Es gibt zahlreiche Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen. Die Atmung wiederum beeinflusst den Vagusnerv. Richtiges Atmen wirkt beruhigend, was sich so auf die Verdauung auswirkt, während Stress durch Falschatmung das Gegenteil bewirkt.

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen. Die Auf- und Ab-Bewegung der Schultern, die beim vertikalen Atmen auftritt, kann zu Nackenschmerzen und sogar Kopfschmerzen führen. Eine verringerte Sauerstoffaufnahme durch flache, vertikale Atmung kann ebenfalls zu Kopfschmerzen führen.

Untersuchungen in den USA bereits aus dem Jahr 1940 haben einen Zusammenhang zwischen Sauerstoff und Kopfschmerzen gezeigt. Zum Beispiel zeigte eine Studie, dass Kopfschmerzen gelindert wurden, wenn Patienten mit Migränekopfschmerzen mehrere Minuten lang an reinen Sauerstoff angeschlossen wurden. RICHTIGES ATMEN – mit entspannter Muskulatur in Schulter, Brust und Bauch, wirkt so auch diesen Beschwerden entgegen.

Die Quintessenz hier ist, dass schlechte Atmung uns möglicherweise nicht rasch tötet, aber sie kann zu unzähligen Gesundheitsproblemen beitragen oder sie direkt auslösen. Zusätzlich zum sanften, gesundheitsfördernden Trainieren, dem richtigen Essen und ausreichend Schlaf, kann insbesondere das richtige Atmen – in der von der Natur beabsichtigten Weise – dazu beitragen, deine Gesundheit und dein Wohlbefinden zu optimieren. Schauen wir uns also an, wie es geht.

Wie man richtig atmet

Ein falscher Atemzug ist also vertikal. Bedeutet das, dass ein richtiger Atem horizontal ist? Ja, das tut es. Es ist so simpel!

Anstatt mit Schultern und Brust zu atmen, werden bei einem korrekten Atemzug die Zwerchfellmuskeln beansprucht. Und wenn wir mit den Zwerchfellmuskeln atmen, bewegt sich der Bauch hinein und heraus, während die Brust und Schultern völlig locker und entspannt bleiben. Man nennt dies “Bauchatmung”, und genau diese Atmung lässt sich bei Babys und Kleinkindern beobachten. Sie ist natürlich und gesund! Aus unsinnigen und ungesunden “modischen Gründen” heraus meiden viele Menschen die Bauchatmung, weil sie ein “six-pack” zeigen wollen. Der flache Bauch ist aber eine Perversion einer gesunden Lebensweise!Buchatmungsübungsillustration, während ein Mann auf Boden liegt.

Der beste Weg zu fühlen und zu sehen, wie sich die richtige Zwerchfellatmung anfühlt und aussieht, ist diese einfache Übung (siehe Abbildung):

Nimm einen kleinen Stapel leichter Bücher, lege dich auf den Rücken und lege dir die Bücher auf den Bauch. Atme jetzt langsam durch den Bauch ein und aus. Wenn die Bücher nach oben gehen, atmest du richtig ein. Jetzt atme langsam aus. Wenn die Bücher wieder runter gehen, atmest du richtig aus. Wiederhole dies mehrmals, damit du das Gefühl dafür bekommst. Und voilà… das ist die Bauchatmung.

Nachdem du nun erfahren hast, wie sich horizontales Atmen im Liegen anfühlt, stehe auf und atme erneut durch den Bauch. Stehe aufrecht und gerade, lasse aber die Schultern locker herabhängen und entspanne die gesamte Oberkörpermuskulatur. Der Bauch sollte sich wieder herausbewegen, während sich Schulter und Brust nur minimal bewegen.

Das Einatmen eines richtigen horizontalen Atems ist für die meisten Leute ziemlich einfach. Das Ausatmen ist etwas kniffliger. Meist entspannen die Menschen beim Ausatmen nur ihren Magen und kollabieren sozusagen ihren Oberkörper. Dadurch wird zwar ein Teil der Luft aus den Lungen austreten, aber nicht alles. Wir müssen den Rest aktiv “herausdrücken”.

Wie geht das? Indem wir den Beckenboden benutzen.

Der Beckenboden besteht aus 20 Muskeln, die die Organe im Beckenbereich unterstützen. Unbewusst benutzen wir oft diese Muskeln. Zum Beispiel benutzt man die Beckenbodenmuskulatur, wenn man das Wasserlassen mitten im Strom stoppt. Das ist nicht gesund, wohlgemerkt, aber es zeigt, dass wir Alle wissen, wie man diese Muskeln nutzen kann.

Du denkst vielleicht: „Wie sind die Beckenbodenmuskeln, die ziemlich weit von der Lunge entfernt sind, an der Atmung beteiligt?“

Beckenbodenmuskeln sind über die Psoas-Muskeln direkt mit Zwerchfell verbunden. Das Zwerchfell und die Beckenbodenmuskulatur arbeiten zusammen, um zu helfen, so viel Luft wie möglich einzuatmen und dann so viel Luft wie möglich auszuatmen. Wir tun dies eher unbewusst, aber wir sollten lernen, dies bewusster und gezielter zu nutzen.

Versuchen wir, diese Beckenbodenmuskeln für den letzteren Prozess zu verwenden. Atme tief ein. Beim Ausatmen, anstatt nur die Bauchmuskeln zu entspannen, spanne die unteren Bauchmuskeln zusammen und ziehe zugleich die Beckenbodenmuskeln zusammen, als würdest du versuchen, den Urinstrom anzuhalten. Fühle, wie diese Muskelkontraktion dazu beiträgt, die Luft effektiver aus den Lungen zu drücken.

Dieses Hin und Her zwischen dem Zwerchfell und den Beckenbodenmuskeln beim Ein- und Ausatmen funktioniert wie “Wellen”. Das Zwerchfell dehnt sich aus, um Lungen mit Luft zu füllen, dh. diese Muskeln entspannen sich völlig. Dann ziehen sich Zwerchfell und der Beckenboden zusammen, um die Luft wieder herauszudrücken.

Beim Einatmen soll sich die Gesäßmuskulatur entspannen, zusammen mit Bauch und Beckenboden. Beim Ausatmen zieht sich deine Rippenmuskulatur zusammen, dein Bauch zieht sich nach innen zusammen und du ziehst deinen Beckenboden zusammen. Die eigentliche Atmung findet also NICHT im Brustkorb statt! Durch die beschriebene Muskeltätigkeit füllen sich die Lungen, als die Oberkörpermuskulatur ist gar nicht für die Atemtätigkeit vorgesehen!

Vermutlich kommt dir dieser Vorgang fremd vor, “kompliziert” sogar. Das liegt daran, dass du einerseits viele Jahre an ein falsches Atmen gewöhnt wurdest, und andererseits, weil du noch nie bewusst über die Bauchatmung nachgedacht hast. Zu Beginn ist es “komplex”, aber mit ein wenig bewusstem Üben wird es dann zur natürlichen Atmung. Wie ein Baby quasi.

So atmest du richtig. So wollte es die Natur, bevor wir dank des “modernen Lebens” all diese schlechten Gewohnheiten annahmen. Wenn man ein Baby beim Schlafen beobachtet, kann man sehen, wie diese Atmung funktioniert. Der Bauch dehnt sich beim Einatmen aus, und zieht sich beim Ausatmen zusammen, die Muskeln sind völlig entspannt, der Brustkorb dehnt sich nur wenig aus, die Schultern bewegen sich fast gar nicht.

Nach vielen Jahren falscher Atmung musst du dich darauf erst wieder bewusst einstellen, um wieder so zu atmen. Verbringe jeden Tag 5 bis 10 Minuten damit, deine natürliche und korrekte Atmung bewusst zu üben. Am Besten direkt vor dem Schlafengehen zu tun, da das langsame, tiefe Atmen dir hilft, dich besser zu entspannen und in den Schlaf zu fallen. Vergiss bitte nicht: Einatmen immer durch die Nase, das Ausatmen kann durch den Mund erfolgen.

Achte während des restlichen Tages immer wieder einmal auf deinen Atem (sowie auf die allgemeine Körperhaltung). Wenn du bemerkst, dass du wieder flache, vertikale Atemzug machst, wechsele zur horizontalen Atmung (Bauchatmung). Richte deinen Oberkörper immer wieder bewusst auf OHNE die Muskeln anzuspannen. Halte insbesondere Schultern, Brust, Rücken und Bauch entspannt.

Wirst Du jetzt sofort dramatische Auswirkungen bemerken, wenn du richtig atmest?

Viele Menschen, denen ich in meine Atemübungen seit bereits fast 45 Jahren (!) vermittele (ich habe dies bereits als Teenager getan), haben in sehr kurzer Zeit ganz erstaunliche Veränderungen festgestellt. Das könnte dir auch passieren.

Manchmal kommen die Vorteile einer richtigen Atmung etwas langsamer und subtiler zum Tragen. Aber sie WERDEN sich bemerkt machen, und du wirst davon in vielerlei Hinsicht profitieren. Manche bemerken zuerst, dass das sich die Sinne geschärfter anfühlen, Reaktionszeiten sich verbessern, und man sich mich viel entspannter fühlt. Andere Teilnehmer verspüren eine Energiesteigerung, andere bemerken einen verbesserten Schlaf, oder bestimmte Beschwerden, wie Angstgefühle, verschwinden nach und nach.

Jetzt weisst du, wie du deine Lungen optimal nutzen kannst und wie du von einer richtigen Atmung profitieren kannst. Du kannst dein Leben ganz drastisch verbessern, deine allgemeine Gesundheit, deine Lebenskraft und deine Lebensfreude.

Wenn Du Fragen zu diesem Bereich hast, zu meinen Kursen im GLÜCKSREFUGIUM, so wende dich über Facebook gerne direkt an mich oder sende mir jetzt eine Nachricht.

Hier noch zwei weiterführende Links auf diesem Blog zum gleichen Thema:

Das richtige Atmen – so wichtig wie saubere Luft

Korrekte Atmung – der Schlüssel für Gesundheit und langes Leben

DANKE für dein Interesse, bleibe gesund, auf bald und beste Wünsche, von MIKE MALAK

follow me on Facebook – Coach für emotionale und spirituelle Heilung – Healing Practicioner (Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie), Seelsorger (Evangelisch-Theologische Fakultät Uni Strassburg, Frankreich, mit Schwerpunkt auf vergleichende Religionslehre und Seelsorge), langjähriges Studium der Philosophie und Coach für Bewegung und Selbstverteidigung

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